Informatives
Katzenelend verhindern durch Kastration

Um unkontrollierte Vermehrung von Katzen zu verhindern, ist der einzig sinnvolle Weg, sie frühzeitig kastrieren zu lassen. Es gibt eine Überpopulation an Katzen wie schon lange nicht mehr, die Tierheime sind voll. Regelmäßig stellen wir Lebend-Fallen und Transportboxen zur Verfügung, wenn verwilderte Katzen sich unkontrolliert vermehren und zum Kastrieren eingefangen werden müssen. Wer solche Katzen füttert ist verantwortlich für sie und ihren Nachwuchs. Diese Verantwortung kann man nicht mit einem Anruf bei uns abgeben. Wir helfen gerne und so gut wir mit über 20 Jahren Erfahrung im Tierschutz können, sind aber angewiesen auf Mithilfe aus der Bevölkerung, z.B. beim Fallen kontrollieren und Tierarztfahrten. Jeder Katzenhalter sollte sich darüber im Klaren sein, dass unkontrollierte Vermehrung zu Katzenelend führt. Deshalb bitten wir alle ihre Katze und auch die Kater kastrieren zu lassen und zu bedenken, dass diese im Alter von 5-6 Monaten geschlechtsreif werden. Katzen können sich bei der Paarung oder bei Revierkämpfen mit lebensbedrohlichen Krankheiten (FIP, FIV, Leukose) infizieren – auch das wird den Tieren durch eine Kastration erspart. Bei finanzieller Notlage bieten wir unsere Hilfe an.

Füttern freilebender Katzen

Einrichtung von Futterplätzen und gezieltes Anfüttern, um die Katzen- population unter Kontrolle zu halten und die Möglichkeit zum Einfangen zu schaffen, damit kastriert und im Krankheitsfall behandelt werden kann.

Die Futterplätze sind durch regelmäßige, regressive Fütterung und ständiges Trinkwasser beizubehalten.

Die Futterplätze sind ständig zu überwachen und sauberzuhalten.

Grundsätzlich soll nur Trockenfutter verwendet werden. Falls anderes Futter verwendet wird, muß die Fütterung auf täglich genau festgelegte Zeiten begrenzt werden. Die Futtergefäße müssen anschließend sofort gereinigt werden.

Die Errichter der Futterplätze übernehmen die Fürsorgepflicht für die dort erscheinenden Tiere auch in Notzeiten und im Krankheitsfall. Sie sorgen für die Reinhaltung der Futterstelle und der Umgebung.

Aus "du und das tier" 1/96
Informationen zum Thema Ratten

Nützliche Links:
http://rattenforum.de/
http://www.vdrd.de/

(dort gibt es auch eine Notfallliste, wo man zu vermittelnde Ratten inserieren kann bzw. nach PLZ sortiert finden kann)

1. Ratten sind Rudeltiere und sollten nur in diesen (gleichgeschlechtlich)
gehalten werden.

2. Der Rattenkäfig sollte mindestens 80 cm hoch sein, eher höher, die
Tiefe sollte 40 cm nicht unterschreiten.
Die Grundfläche sollte genügend Lauffläche bieten, gut wäre mind. 70x40cm,
idealererweise mind. 100x50cm. Ratten dürfen aufgrund der
Verletzungsgefahr kein Laufrad im Käfig haben. Ganz abgesehen davon gibt
es für Ratten kein größenmägig geeignetes Laufrad.
Der Käfig sollte soweit vom Boden wegstehen, dass die oberste Ebene in
Augenhöhe liegt.
Der Käfig sollte über mehrere Ebenen (davon mind. eine über die ges.
Grundfläche), sowie Spiel- und Klettermöglichkeiten verfügen.
Pro Ratte sollte ein Käfigvolumen von mind. 100 Liter berechnet werden.

3. Der Halter sollte sich vorab schon mal über einen wirklich
rattenerfahrenen TA kümmern. Selbst wenn ein TA vorgibt, dies zu sein,
sieht die Realität oft meist anders aus, was sich leider erst bei wirklich
problematischen Erkrankungen der Ratte(n) zeigt.

4. Ratten sollten frühestens 4,5, aber spätestens mit 5 Wochen nach
Geschlechtern getrennt werden.

5. Integrationen sind manchmal nicht ganz so einfach, leider. Dies ist bei
Böcken öfter der Fall, als bei Mädels. Man sollte von vornherein mehrere
Wochen dafür einplanen und sich viel und den Ratten viel Zeit lassen.
Hilfe und Infos findet man unter www.rattenforum.de

6. Ratten kennen keinen Welpenschutz, aus diesem Grund sollten Jungtiere
erst mit 8 Wochen zu ausgewachsenen Tieren integriert werden.
Bei Böcken ist auch erst in diesem Alter eine Kastration (sofern nötig)
vorzunehmen.

7. OPs sind generell ein sehr hohes Risiko für Ratten.

8. Wer sich Ratten anschafft, sollte damit rechnen, dass er u.U. den
Tierarzt öfters, als den Hausarzt sieht :-/ und entsprechende finanzielle
Mittel dafür haben.

9. Ratten werden im Schnitt 2 bis 2,5 Jahre alt, es gibt zum Glück aber
auch Ausnahmen.

10. Empfehlenswerte Rattenbücher sind: "Meine Ratten" aus dem
Kosmos-Verlag (von B. Rauth-Widmann) und "Pfiffige Ratten",
Kosmos-Ratgeber (von A. Langos)

11. Rattima ist das Rattentrockenfutter, was sich bisher am meisten
bewährt hat, ist allerdings nur online erhältlich. An Frischfutter dürfen
Ratten fast alles fressen, nähere Infos findet man z.B. unter
www.rattenforum.de