Sallys Tagebuch von Hilde Hücking
Samstag, 6. Dezember 2003
Also, das mit dem Umzug vom Tierheim Diez nach Bad Ems am Nikolaustag 2003 war absolut kein Problem. Nachdem ich mich von Frau Luthmer und Melanie verabschiedet hatte, brachte Frauchen den Transportkorb ins Auto, und los ging's. Am Anfang war mir, ehrlich gesagt, etwas mulmig, denn ich wusste ja nicht, worauf ich mich da überhaupt eingelassen hatte.
Denn es war so, dass ich, Sally, mir das Frauchen ausgesucht habe und nicht umgekehrt. Normalerweise ist es grade anders herum, aber in diesem Fall war ich der Bestimmer. Als sie, mein Frauchen, ins Tierheim kam und zu mir, in Haus 2, wo ich wohnte, da wusste ich: Die wird's werden. Sie war zuerst in Katzenhaus eins und hat sich meine Kumpels angesehen, dann kam sie rüber in Haus 2; Melanie, die uns immer prima versorgt hat, hat ihr alles erklärt. Wie wir heißen, warum wir im Tierheim sind und so weiter. Sie hat sich das schwarze Katerchen lange angeschaut, aber der hätte eh noch nicht raus gedurft. Denn wir müssen eine ganz bestimmte Zeit im Tierheim bleiben, falls uns doch einer vermisst und im Tierheim nachfragt. Bei mir ist sie noch ein bisschen länger stehen geblieben. Ich hab sie ja auch ganz nett begrüßt. Sie lehnte sich auf das Kratzbrett, wo ich grade draufsaß und ich bin gleich hin und hab ihr meine Nase ins Gesicht gesteckt. Wollte doch wissen, ob sie erschrickt. Nein, ist sie nicht, ich glaub, sie fands toll. Wir haben dann ein wenig miteinander geschmust. Hm, das hat mir gefallen. Sie fragte mich, ob ich denn vielleicht nach Bad Ems ziehen wollte. Was sollte ich darauf schon antworten, ich wusste ja gar nicht, was das ist. Und dann hat sie sich rumgedreht und ging weg. Irgendwie war ich enttäuscht, sollte das alles gewesen sein? Nachdem sie sich auch noch in Haus 3 umgesehen hatte, kam sie wieder zurück. Na ja, ich zeigte mich von meiner besten Seite und damit war's besiegelt.
Zuerst musste sie einen Schutzvertrag unterschreiben, das ist so üblich. Sie hat sich noch lange mit Melanie und Frau Luthmer unterhalten und dann kam sie zurück mit einem Katzenkorb. Melanie hat mich da reingesetzt und war ein bisschen traurig, weil Frauchen sich nicht für Sheba, die Karthäuserkätzin, entschieden hatte. Na ja, dann konnte mein Abenteuer mit Frauchen ja beginnen.
Im Auto hab ich erst mal gar nichts gesagt. Wusste ja nicht, was passieren wird. Als wir losgefahren sind, fing Frauchen an, zu erzählen. Von ihrer Wohnung, wie groß die ist und wie es da so aussieht. Ich dachte, es könnte mir dort gefallen und hab Antwort gegeben. Frauchen meinte aber, ich würde mich im Auto fürchten und hat dann gleich ihre rechte Hand in den Korb gesteckt und hat mich gestreichelt. Nur wenn sie beide Hände am Lenkrad haben musste oder beim Schalten, hat sie die Hand wieder weggenommen. So fuhren wir dann in Richtung Bad Ems, irgendwie fand ich es prima.
Unterwegs mussten wir an einer Ampel warten. Da hat sie ihr Handy ausgepackt und telefoniert. Dann ging's weiter. Als das Auto dann anhielt, dachte ich, wir wären zu Hause. Waren wir aber nicht. Wir waren in Nassau. Sie trug mich mit dem Korb in eine Wohnung und nahm mich raus auf den Arm. Sie sagte: "Mama, das ist Sally". Diese Mama hat sich vor einiger Zeit das linke Bein gebrochen und kann nicht mehr laufen. Sie sitzt nun in einem Rollstuhl und kann uns deswegen nicht in Bad Ems besuchen kommen. Aus diesem Grund wurde ich ihr vorgestellt. Ich glaub, sie fand mich toll, denn sie sagte, ich sei ein wunderschönes Kätzchen.
Wir blieben nicht lange, denn Frauchen wollte, dass ich nun endlich mein neues Heim sehe. Also wieder in den Korb, ins Auto und weiterfahren. Nach 10 Minuten haben wir angehalten und ich dachte, wir würden wieder jemand besuchen. Wir fuhren mit dem Aufzug in die vierte Etage und Frauchen schloss die Tür auf.
Ich war daheim!
Sie ging direkt ins Badezimmer und kippte dort das benutzte Katzenstreu, das wir von Diez mitgenommen hatten, in das Katzenklo. Hätte sie nicht gebraucht, ich hätte das Klo auch so gefunden! Dann ließ sie mich aus meinem Korb. Mir war schon ein bisschen komisch, aber sie hat mir geholfen, mich zurecht zu finden. Ich hab dann erst mal die Wohnung inspiziert. Bin vom Flur links abgebogen und in ein Zimmer rein. Sie erklärte, das sei das Wohnzimmer. Ich hab mich ein wenig umgeschaut und alles erst mal beschnuppert. Irgendwie gab's da einen Geruch, der mir vertraut war. Ich ging dann weiter in den nächsten Raum. Das war das Schlafzimmer. Da stand eine riesige Kiste auf Füßen. Da bin ich drauf gehüpft und hab es mir bequem gemacht. Es war eine Art Kuschelhöhle mit Kissen und Decken. Nach einer Zeit bin ich runtergesprungen und hab mal drunter geschaut. Man konnte von einer Seite auf die andere robben. Frauchen war irgendwo anders. Ich hörte, wie sie mit einem Glasschälchen klapperte. Sie hat mir gerufen und ich bin natürlich sofort hingerannt. Wäre fast an der Küche, so heißt das wohl, wo gegessen wird, vorbei gelaufen. Sie hat mir das Futter auf die Erde gestellt, auf so ein lustiges rotes Platzset. Das kann man abwaschen, sagte sie zu mir, falls dir mal was daneben fällt. Ich hab mich gleich über das Futter hergemacht und alles aufgegessen. Ich wusste ja nicht, ob vielleicht vierbeiniger Besuch kommt oder ob noch andere Katzen hier wohnen. Frauchen hat mich dann aufgeklärt und gesagt, ich bräuchte mich nicht beeilen. Das Essen wäre nur für mich alleine. Es gäbe außer mir keine andere Katze. Na, da konnte ich ja beruhigt sein und musste das Essen nicht so herunterschlingen. Die Katzenmilch hab ich auch leergemacht, aber das Wasser hab ich nicht angerührt. Menschen waschen sich damit, warum soll ich es trinken?
Nachdem ich mir so einiges in der Wohnung angeschaut hatte und mein Bäuchlein voll war, meinte Frauchen, ich sollte doch mal aufs Klo gehen. Sie ging voran ins Badezimmer und ich rannte hinterher. Ich musste nicht aufs Klo. Aber sie! Ich bin dann trotzdem aufs Katzenklo und ich konnte auch pieseln. Ihr hat's gefallen; sie sagte zu mir, ich sei ein Gemeinschaftspieseler. Ich hab keine Ahnung, was es bedeutet, aber es muss etwas lustiges sein, denn Frauchen hat gelacht.
Dann gingen wir beide ins Wohnzimmer. Frauchen nahm so ein kleines schwarzes Teil in die Hand und sprach hinein. Viel hab ich ja nicht verstanden, außer dass sie immer meinen Namen wiederholte. Dann gab dieses Ding auf einmal seltsame Töne von sich und Frauchen sprach wieder hinein. So ging das mehrere Male. Sie sagte mir, das sei ein Telefon und sie müsste doch ihren Freunden erzählen, dass ich jetzt bei ihr wohne. Irgendwann wollte sie aber nicht mehr erzählen, und das war mir auch recht. Denn ich kannte diese Freunde ja gar nicht. Nach einer Zeit hat Frauchen sich auf das kleine Sofa gelegt und sich mit einer Decke zugedeckt. Sie hat mir gerufen und ich bin auch gleich hin. Ich bin ja neugierig und wollte wissen, was sie von mir wollte. Sie hat immer wieder mit der Hand auf die Decke geklopft und meinen Namen gesagt. Also bin ich hochgesprungen und das war wohl richtig. Frauchen erzählte mir, sie hätte schon mal eine Katze gehabt. Die hat sie ganz toll geliebt, denn die Katze war eine ganz besondere Katze. Sie hieß Tinka und ist jetzt im Katzenhimmel; sie war schon alt, fast 17 Jahre. Da wusste ich, warum mir der Geruch bekannt vorkam. Hier hatte schon mal eine Katze gewohnt. Ich hab mich auf Frauchens Bauch gelegt und ein Nickerchen gemacht.
Später bin ich dann richtig erschrocken, weil ich etwas an der Wohnungstür gehört habe. Ich bin runter vom Sofa und hab mich mitten ins Wohnzimmer gesetzt. Frauchen lachte und sagte, ich sei doch kein Wachhund. Aber irgendetwas war da. Und da kam es auch schon auf mich zu. Es war Frauchens Kater auf zwei Beinen, Matthias. Frauchen stellte uns vor und er hat mir gleich gefallen. Er nahm mich dann auf den Schoß und hat mir irgendwelche Sachen erzählt. Viel hab ich nicht verstanden, aber seine Stimme klang toll.
Dann hat Frauchen ein großes Monster eingeschaltet, man, bin ich erschrocken. Da kamen so Stimmen raus wie die von Frauchen und Matthias. Und irgendetwas bewegte sich da ständig. Ich bin dann runter vom Sofa, um mir das genauer anzuschauen. Eine Zeit war es ganz lustig. Aber dann wollte ich doch sehen, wer die Menschen da in den Kasten stopft. Ich bin dahinter gekrabbelt und hab nachgesehen. Aber da war niemand. Ich konnte keine Menschen sehen, die dort reingingen und auch wieder rauskamen. Dann bin ich wieder auf die andere Seite und hab geschaut, was in dem Kasten passiert. Ich musste ständig nach oben gucken und nach einer Weile hat mir mein Kopf weh getan, es war anstrengend. Ich habe zum ersten Mal ein Fernsehgerät gesehen! Nach einer Weile hab ich es vorgezogen, wieder auf Frauchens Bauch zu liegen. Matthias hatte sich auch lang gemacht und blinzelte mir andauernd zu. Da hab ich dann die Fronten gewechselt und hab mich auf ihm zusammengekringelt. Mann, das war gemütlich.
Irgendwann spät abends hieß es dann, wir gingen nun ins Bett. Ich hab erst mal abgewartet, was die beiden so machen. Nachdem sie sich hingelegt hatten und Frauchen immer wieder meinen Namen rief, bin ich dann auch ins Bett. Jetzt erst wusste ich, wie die große Kiste auf Füßen im Schlafzimmer genannt wird. Es war schön kuschelig warm. Ich hab mal am Fußende gelegen, dann auf Frauchen, bei Matthias und so ging's immer weiter. Ich musste ausprobieren, was mir am besten gefällt. Und schwups, war die Nacht vorbei.

Sonntag, 7. Dezember 2003
Am Morgen, es war Sonntag, ging Frauchen in die Küche, ich wusste: Jetzt gibt's was zu futtern. Und so war es auch. Frauchen und ich haben dann den ganzen Tag gemeinsam verbracht. Spielen, schlafen, essen, schmusen. Und dann wieder alles von vorne. Dann hat sie irgendwann so ein Ding aus dem Schrank geholt, wo ein Licht rauskommt. Sie hat mich "fotografiert" um allen zeigen zu können, wie schön ich bin. Erst dachte sie ja, ich hätte Angst vor dem hellen Licht, aber das hat mir nichts ausgemacht. Also hat sie ganz oft helles Licht gemacht, so lange, bis der Film dann alle war.

Montag, 8. Dezember 2003
Am nächsten Tag musste Frauchen arbeiten gehen, das war ihr gar nicht recht. Sie wäre gerne bei mir geblieben, aber das ging nicht. Sie muss nämlich arbeiten, um Geld für mein Felix und Sheba zu verdienen. Das hab ich gleich verstanden und ihr auch nicht übel genommen. In Diez war ich ja – bis auf meine Kumpels – auch oft allein. Frau Luthmer und Melanie konnten ja nicht immer bei uns sein. Die haben nämlich viel zu tun. Sie müssen sich nicht nur um die Katzen kümmern, sondern auch um die Hunde. Um Lumpi, Ronja und all die anderen. Als Frauchen nachmittags nach Hause kam, hat sie sich mächtig gefreut, mich zu sehen. Wir haben uns erst mal aufs Bett gelegt und geschmust. Das hat Spaß gemacht! Sie hatte mir auch vom einkaufen etwas mitgebracht, und zwar Fellmäuse. Ich hatte ja schon Bällchen, Ketten zum hinter-mir-her-ziehen, leere Klopapierrollen und noch mehr. Aber diese Fellmäuse, die sind super. Ich hab sie stundenlang hochgeworfen, auch gegen die Türen geschleudert, und die waren nicht tot zu kriegen. Die haben nicht mal ihren Schwanz verloren! Das macht unheimlich Spaß gemacht. Aber nach 2 Stunden war ich etwas erschöpft. Ich hab ein kleines Nickerchen gemacht und als Matthias dann abends kam, hab ich ihm gezeigt, wie ich die Fellmäuse dressieren kann. Meine Vorführung muss ihm gefallen haben, denn er hat laut gelacht.

Dienstag, 9. Dezember 2003
Am Tag drauf war ich wieder allein. Es war nicht schlimm, denn ich wusste ja, dass Frauchen wiederkommt. Dann wieder schmusen, essen und so weiter. Später hat sie mir ein neues Gerät erklärt. Das steht in der Küche. Da kommen schmutzige Sachen rein und saubere kommen wieder raus. Ich fand es lustig, als die Sachen sich andauernd im Kreis gedreht haben. Als die erst schmutzigen und jetzt sauberen Sachen zum Trocknen aufgehängt waren, holte sie ein anderes Gerät. Es war ein Brummer. Den mag ich nicht so, denn er ist laut. Es heißt Staubsauger. Aber vielleicht kann ich mich mit ihm ja auch noch anfreunden.

Mittwoch und Donnerstag, 10./11. Dezember 2003
Die nächsten zwei Tage war Frauchen nicht arbeiten, sie fühlte sich nicht wohl. Es war schön, dass sie den ganzen Tag zu Hause war. Als ich nachmittags auf meinem Katzenklo war, sagte sie sagte zu mir, ich sei ein ganz toller Vergraber. Das hat mir gefallen und ich wollte mein Katzengeschäft noch besser verstecken. Ich habe geübt und geübt, bis ich mein Geschäft so vergraben hatte, dass sonst nichts mehr im Katzenklo war. Ich hab das ganze Streu nach draußen befördert und Frauchen musste alles vom Boden wieder aufsammeln. Das hat ihr wohl keinen Spaß gemacht. Deswegen hat sie mir eine Haube aufs Klo gesetzt. Beim ersten Mal pieseln mit Haube war mir schon komisch, es war so dunkel. Hab mich aber schnell dran gewöhnt. Wenn mir danach ist, steck ich einfach den Kopf raus, mein Hinterteil ist ja drin. Dann schau ich Frauchen beim Pieseln zu, vielleicht setzt sie sich ja auch mal eine Haube auf.

Freitag, 12. Dezember 2003
Heute war sie wieder den ganzen Tag weg. Na ja, macht nichts. Morgen ist ja Wochenende und dann ist sie 2 Tage am Stück zu Hause. Vorhin hat sie wieder dieses schwarze Ding genommen und mit ihrer Lieblingstante gesprochen, die kennt sich aus mit Katzen. Sie hat nämlich selbst 2, eine Kätzin und einen Kater. Frauchen hat erzählt, was ich alles kann und so mache. Ich glaube, Lieblingstante war beeindruckt. Nachdem das schwarze Ding dann auf dem Tisch lag, ist Frauchen schnell in den Raum gegangen, wo wir essen. Sie musste nämlich etwas kochen, denn auch Frauchen und der zweibeinige Kater müssen ja essen. Frauchen kann sich nicht nur um mich kümmern. Ich wollte dann mal gucken, was Frauchen so macht. Ich hab mich auf die Hinterbeine gestellt und meinen Körper ganz lang gestreckt, um zu sehen, was da oben vor sich geht. Aber das hat Frauchen nicht gefallen. Sie sagte immer wieder "Nein" und der Herd sei heiß. Ich würde mir wehtun. Ich weiß zwar nicht, was "heiß" und "Herd" bedeutet, aber wenn ihr es nicht gefällt, dann mach ich es auch nicht wieder.
Jetzt schreibt sie an meinem Tagebuch und ich liege auf dem Computertisch und höre zu, wie aus diesem langen, schwarzen Ungeheuer, womit sie schreibt, immerzu "klack" "klack"-Töne kommen. Matthias wollte natürlich mal lesen, was alles in meinem Tagebuch steht. Ich hab nichts dagegen, obwohl ein Tagebuch ja eigentlich nur für denjenigen bestimmt ist, der es schreibt. Aber innerhalb der Familie ist das in Ordnung, wir haben ja keine Geheimnisse vor einander. Also musste Frauchen etwas tun, damit das ganze auf Papier kommt. Und sie hat auch etwas getan. Plötzlich ratterte es unter dem Computertisch. Ich bin gleich mal hin um zu gucken, was da los ist. Da kam Papier aus einem Ding! Das war toll. Ich hab probiert, das Papier zu fangen, hatte allerdings kein Glück. Ich dachte, ich müsse der Sache auf den Grund gehen und erkunden, wo es überhaupt her kam. Ich bin hinter den Computertisch geschlichen um zu gucken, ob jemand das Ding mit Papier füttert. Aber da war niemand. Also bin ich wieder nach vorne, wo das Papier rauskam. Dann war das Ding plötzlich still. Frauchen erklärte, das sei ein Drucker und er sei jetzt fertig mit seinem Job. Komischer Job, erst was ausspucken und dann einfach wieder aufhören! Frauchen nahm das ausgespuckte Papier und hat es Matthias vorgelesen. Das hat ihm Spaß gemacht, denn er hat ständig gelacht.

Samstag, 13. Dezember 2003
Heute ist Samstag. Das kleine Ungeheuer, das auf Frauchens Nachttisch steht, war heute morgen noch müde, denn es hat uns nicht angebrüllt. Das macht es nur während der Woche, wenn Matthias und Frauchen arbeiten müssen. Es brüllt immer morgens um halb sechs und zwar so lange, bis Frauchen aufsteht. Wir haben heute ein bisschen länger geschlafen und im Bett gespielt. Ich hatte extra eine meiner Fellmäuse geholt. Ich hab aber nicht nur mit der Maus gespielt, sondern auch mit den Zehen von Matthias.
Als ich dann später nach dem Frühstück durch die Küche schlenderte, hat mich plötzlich etwas angefaucht. Und zwar so doll, dass sich meine Nackenhaare hochgestellt haben. Bin ich vielleicht erschrocken. Oben in dem Ding hat's geklackert und unten kam Luft raus! Frauchen sagte, dies sei ein Wäschetrockner. Dort kommt die zuerst schmutzige und dann saubere Wäsche rein, damit sie trocknet. Manchmal ist nämlich der Wäscheständer schon voll mit Wäsche und dann benutzt Frauchen dieses Teil. Wenn dieser Wäschetrockner das nächste Mal faucht, geh ich nicht direkt an ihm vorbei, sondern mach einen kleinen Bogen. Dann erwischt mich die Luft nicht!
Später hatten Frauchen und ich unseren Spaß. Frauchen hat große Stoffteile aus dem Kleiderschrank geholt und wollte die Stoffteile, die im Bett die Kissen und Decken verhüllen, austauschen. Und ich wollte ihr helfen! Das war vielleicht anstrengend. Als Frauchen den Stoff vom Kissen holen wollte, bin ich in das Kissen gehüpft. Jetzt konnte sie nichts mehr machen. Dann hat sie es mit einer Decke probiert. Und schwups, war ich zur Stelle um mitzumachen. Sie hat die Knöpfe freigelassen und zog am Stoff. Und ich hab mitgezogen. So ging das ganz lange. Aber irgendwann waren wir fertig mit der Arbeit. Frauchen meinte, das hätte dreimal so lange gedauert wie sonst. Aber das war egal, wir hatten ja Zeit.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Gestern habe ich meinen ersten Brief geschrieben. An Melanie und Herrn und Frau Luthmer. Frauchen hat mir natürlich dabei geholfen. Ich hab berichtet, wie es mir in Ems geht und hab die drei eingeladen, mich doch mal zu besuchen. Bin gespannt, ob sie denn auch wirklich kommen.

Frauchen hat grad auf die Uhr gesehen. Meine erste Woche daheim ist fast schon um. Ehrlich gesagt, es kommt mir viel länger vor. In der Wohnung kenn ich mich schon bestens aus und Frauchen und Matthias sind mir auch sehr vertraut. Ich bin eine intelligente Katze, denn ich weiß ja jetzt schon, wozu ein Telefon da ist, ein Fernseher, eine Waschmaschine, ein Staubsauger, ein Computer, ein Drucker, ein Trockner und ein Wecker und ich kann ein Bett beziehen! Deswegen nennt man mich bestimmt auch HausKATZE. So etwas ähnliches wie HausFRAU und HausMANN.
Eben, als ich so auf dem Bett vor mich hin döste, ist jemand um meine Öhrchen geflogen und landete auf der Fensterbank. Genau dort, wo Frauchen gerade mein neues Katzenlammfell, das heute mit der Post gekommen war, hingelegt hatte. Das hat sie extra für mich gekauft, damit ich es schön warm und bequem habe. Und ausgerechnet dorthin hatte sich ein Fremder gesetzt. Ich bin gleich hinterher, um zu sehen, was es ist. Es entpuppte sich als eine große Fliege. Ich hab mit der Pfote nach ihr gehauen und hatte sie auch gleich betäubt. Leider hatte ich so fest auf die Fliege geschlagen, dass sie einen Flügel verloren hat. Das hatte ich nicht gewollt. Aber nun war es passiert. Die Fliege krabbelte auf meinem Lammfell, und das wollte ich nicht. Es war doch noch ganz neu! Ich hab sie noch ein bisschen hin und her geschubst und dachte, sie würde wieder wegfliegen. Aber das geht wohl nicht mit einem Flügel. Sie hat mir sehr leid getan und deswegen hab ich sie erlöst. Geschmeckt hat sie nicht.

Vorhin hat es an der Tür geläutet. Freunde kamen. Mit denen hatte Frauchen letzten Samstag schon telefoniert. Sie wollten mich endlich kennen lernen. Die beiden haben zwei Kater, Sammy und Tommy. Sie hatten mir auch etwas mitgebracht, ein Gastgeschenk. Ich freute mich schon, als der Mann, R., etwas aus seiner Jackentasche holte. Ich dachte, es sei vielleicht eine Fellmaus. War es aber nicht. Er zauberte Trockenfutter hervor und hielt es mir unter die Nase. Er konnte ja nicht wissen, dass ich so was nicht mag. Ich hab mal dran geschnuppert, nur um mein Interesse zu bekunden. Aber gefressen hab ich es nicht. Gleichzeitig riefen dann beide meinen Namen. Ich war verwirrt. Wo sollte ich denn zuerst hingehen? Dann rief nur R. meinen Namen und klopfte mit seiner Hand auf die Hose. Mir war schon klar, was er von mir wollte. Und den Gefallen hab ich ihm getan. Ich sprang auf seinen Schoß und ließ mich von ihm streicheln. Dann war die Frau, C., dran. Mit ihr hab ich mich auch gleich gut verstanden. Die Zwei fanden mich süß, ich hätte so ein hübsches Gesicht. Sie haben mit Frauchen Kaffee getrunken und mussten dann wieder gehen. Der Mann, R., sagte, die zwei Jungs würden auf sie warten. Sie hatten aber gar nicht erzählt, dass sie auch Kinder haben!

Montag, 15. Dezember 2003
Heute ist Montag. Frauchen kam vom Dienst nach Hause und hat mir was zu essen gegeben. Dann ging sie ins Schlafzimmer, ich rannte sofort hinter ihr her. Das hätte ich mal besser nicht getan. Als ich aufs Bett gesprungen bin, wunderte es mich, dass dieser Transportkorb da stand. Ich hatte gar keine Zeit, mir irgendwelche Gedanken zu machen und schon saß ich drin, in diesem Korb. Frauchen hat ihre Jacke angezogen und Geld eingesteckt, wir verließen die Wohnung. Fuhren mit dem Aufzug nach unten und schon saß ich in meinem Korb auf dem Beifahrersitz. Das Auto fahren macht mir ja nichts aus, das hatten wir ja schon getestet. Ich dachte, wir würden vielleicht Mama besuchen. Aber die Fahrt dauerte nicht lange, nur ganz wenige Minuten. Wir sind ausgestiegen und in eine Wohnung gegangen. Da war es nicht so gemütlich wie bei Mama in Nassau. Alles war weiß gestrichen und irgendwie hat es seltsam gerochen. Frauchen hat sich mit einer jungen Frau unterhalten, die sagte, wir könnten gleich reingehen. Das haben wir auch gemacht. Dort war dann noch eine Frau, die sah nett aus. Die erste Frau hat mich aus meinem Korb gezerrt und hat mich nicht einmal gefragt, ob ich denn überhaupt wollte. Komische Sitten. Zu hause werde ich von Frauchen immer gefragt, ob ich dies möchte, oder vielleicht das. Die ältere von den beiden Frauen, die ist aber auch noch jung, hat mich untersucht. Sie heißt Antje. Die hat sich meine Zähne angesehen und sogar in meine Öhrchen geschaut. Ich hatte aber weiter nichts dagegen, denn es hat nicht weh getan. Dann hat sie mir ein komisches Gerät auf meinen Bauch gehalten und hat hineingehört. Was sollte denn mein Bauch dazu sagen? Schließlich nahm sie noch einen Kamm und fuhr mir dauernd damit durchs Fell. Frauchen macht das mit einer weichen Bürste, das macht viel mehr Spaß. Und dann hat sie auch noch so ein langes dünnes Ding in meinen Nacken gebohrt und eine Flüssigkeit in mich gedrückt. Das war dann nicht so lustig. Vorsichtshalber hab ich aber nichts gesagt, ich wusste ja nicht, obs noch schlimmer kommt. Kam es aber nicht. Wir waren fertig! Frauchen hat einen Impfpass für mich bekommen und musste dann auch noch Scheine aus ihrem Portemonnaie holen. Die hat sie auf die Theke gelegt und auch nicht wiederbekommen. Als das erledigt war, sind wir schnell wieder nach Hause gefahren.

Dienstag, 16. Dezember 2003
Als Frauchen heute vom Dienst nach Hause kam, war sie nicht so glücklich wie sonst, wenn sie mich sieht. Ich hatte es mir im Flur auf der alten Nähmaschine bequem gemacht. Frauchen hatte dort extra für mich einen ganz flauschigen Schal hingelegt. Und dort hab ich dann auf sie gewartet. Als sie die Tür aufgeschlossen hatte, sah sie nämlich sofort, womit ich mir heute die Zeit vertrieben habe. Ich kann nämlich nicht den ganzen Tag Fellmäuse durch die Wohnung jagen, ich muss auch sonst was tun. Heute waren meine Krallen dran, die mussten dringend mal wieder geschärft werden. Zum Krallen wetzen hat Frauchen mir einen Kratzbaum gekauft, so mit dickem Sisal umspannt. Den find ich aber nicht besonders interessant. Also hab ich die Tapete im Flur ausprobiert, an einer Kante, wo zwei Wände zusammenstoßen. Hey, das ging ja prima. Zuerst fielen nur ganz kleine weiße Fetzen von der Wand ab. Dann hab ich mal etwas kräftiger gekratzt. Ich wusste ja nicht, was die Wand so alles aushält. Die Wand hat viel ausgehalten, die Tapete nicht. Die krümelte jetzt langsam von der Wand. Mann, hätte ich mir doch eine andere Stelle ausgesucht. Jedes Mal, wenn man die Tür reinkommt, guckt man automatisch auf meine Kratzstelle. Und da hat natürlich auch Frauchen hingeguckt. Sie hat ihre Einkaufstüten abgestellt, kam dann in den Flur , sah mich an, rieb an der Wand und sagte immer wieder: Nein! Sie trug mich ins Wohnzimmer und hat angefangen, mit IHREN Fingern an meinem Kratzbaum zu kratzen. Das war vielleicht lustig! Ich hab mich rumgedreht und bin den Flur. Dort macht mir das Kratzen viel mehr Spaß!

Mittwoch, 17. Dezember 2003
Ich war vielleicht gespannt auf Frauchens Gesicht. Ich habe nämlich heute nicht an der Tapete gekratzt! Als sie die Tür aufgeschlossen hatte, guckte sie natürlich sofort auf die Stelle, wo ich gestern die Krallen gewetzt hatte. Sie strahlte! Ich sei ein braves Kätzchen, sagte sie und lobte mich sehr. Und ich dachte, na warte mal ab. Sie ging in die Küche um nachzusehen, ob ich dort gekratzt hatte. Dann ins Schlafzimmer. Dort war auch nichts. Anschließend ging sie ins Wohnzimmer und dort sah sie, womit ich mich heute beschäftigt hatte. Ich hatte wirklich nirgends gekratzt, aber ich hatte versucht, den Ficus Benjamini umzutopfen. Ist mir leider aber nicht gelungen, denn der Ficus ist ca. 1,80 m hoch und steckt in einem großen Blumentopf. Ich hatte lediglich ein bisschen gegraben und dann gleich wieder aufgegeben als ich merkte, dass ich nicht bis an die Wurzeln komme. Frauchen hat die Erde und natürlich auch die Blätter, die mir zum Opfer gefallen sind, aufgekehrt und in den Müll geworfen. Dann hat sie bisschen mit mir geschimpft, es hat mir aber nichts ausgemacht.

Nachts konnte ich irgendwie nicht richtig schlafen. Ich bin erst ein bisschen durch die Wohnung marschiert und dachte, vielleicht spielt Frauchen mit mir. Ich hab die beiden Fellmäuse ins Bett gebracht, aber sie hat gar nicht darauf reagiert. Dann bin ich wieder ins Wohnzimmer. Hab doch noch mal versucht, den Ficus auszugraben. Es hat wieder nicht funktioniert.

Mal sehen, womit ich sie morgen überraschen kann.

Donnerstag, 18. Dezember 2003
Auf meinem neuen Warteplatz auf der Nähmaschine im Flur hatte ich es mir wieder bequem gemacht. Frauchen kam nach Hause und war sprachlos. Ich habe mich zum guten Tapetenabreisser gemausert, und das mit dem Umtopfen hat zwar noch nicht ganz geklappt, aber fast. Der Ficus stand schon etwas schief in seinem Topf. Frauchen hat vor sich hingebrummelt, als sie alles sauber machen musste. Geschimpft hat sie nicht. Ich bin halt eben eine Katze.

Freitag, 19. Dezember 2003
Heute hat Frauchen mich, bzw. ein Bild von mir, im Internet eingestellt. Das Kapitel, wo man mich findet, heißt Katzen-Album. Dort beschreiben die Dosenöffner ihre vierpfotigen Freunde. Was sie gerne machen, was sie nicht mögen und so. Am Ende des Monats wählen Menschen dann die "beste Katze", und die kriegt als Preis ein Futterpaket. Warum das die beste Katze ist, weiß ich nicht. Und warum Frauchen mich dort beschrieben hat, weiß ich auch nicht. Aber es hat ihr wohl Spaß gemacht. Vielleicht gewinne ich ja!
Vorhin ist mir doch glatt ein Blumentopf mit einer Efeutute von der Fensterbank gefallen. Mann, hab ich mich erschreckt. Ich kann mir nicht erklären, wie und warum das passiert ist. Auf alle Fälle lag der zerbrochene Topf auf dem Fußboden. Gelandet war er zwischen dem Ficus, den ich ja sowieso ausgraben wollte, und ganz alten blauen Tonkrügen. Denen war aber nichts passiert. Komisch, Frauchen hat überhaupt nichts gesagt, als sie es gesehen hat.

Samstag, 20. Dezember 2003
Jetzt wohne ich schon zwei Wochen hier, Leute wie die Zeit vergeht. Ich hab in der Zwischenzeit auch schon meine Lieblingsplätze ausgesucht. Ich liege gern auf dem kuscheligen Katzenlammfell im Schlafzimmer, besonders dann, wenn Frauchen am Computer sitzt. Die eine Fensterbank im Wohnzimmer ist auch nicht übel. Dort kann ich beobachten, was auf der Straße so los ist. Die zwei Sofas mit den Wolldecken gehören auch zu meinen Favoriten. Dann hab ich mir noch ein Versteck ausgesucht und zwar hinter dem Sofa auf der Erde, neben der Heizung. Das ist aber jetzt kein Versteck mehr, denn Frauchen hat es entdeckt. Sie hat mir dort ein weiches Kissen hingelegt. Das Plätzchen auf der Nähmaschine ist auch nicht schlecht, da krieg ich sofort mit, wenn jemand nach Hause kommt. Aber am schönsten ist es im Bett. Dort vergrabe ich tagsüber meine Fellmäuse und manchmal vergesse ich, wo ich sie versteckt habe. Frauchen versteht zum Glück die Katzensprache schon ganz prima. Wenn ich mich vor sie hin setze und maunze, geht sie meistens sofort ins Schlafzimmer und sucht meine Mäuse. Meistens findet sie sie auch.
Der Computertisch ist auch bequem. Dort liegen auf dem unteren Brett jetzt Handtücher. Dort liege ich ganz gerne. Nur, wenn mir das Klappern der Tastatur zu viel wird, verschwinde ich auf die Fensterbank. In den Kleiderschrank darf ich auch, Frauchen hat es mir erlaubt. Eine Tür steht immer offen, unten liegen alte Pullover, dort könnte ich mich auch drauflegen. Aber mich interessiert viel mehr, was hinter den anderen Türen des Schrankes versteckt ist. Dort lässt Frauchen mich allerdings nicht rein. Vielleicht hat sie Geheimnisse vor mir. Das werd ich auch noch auskundschaften.

Heute hat sie mir vom Einkaufen wieder etwas mitgebracht, und zwar ein Kratzbrett. Das hat sie an der Ecke im Flur festgemacht, wo ich schon mal das Tapetenabreißen geübt habe. Sie meinte, das würde die Tapete schonen. Frauchen ist vielleicht lustig! Jetzt ist es langweilig geworden, dort zu kratzen. Muss mir unbedingt eine andere Stelle aussuchen. Außerdem sieht das nicht so fachmännisch aus, wie sie es festgemacht hat, es hängt ein bisschen schief. Hab da so meine Bedenken, ob das Ding nicht von der Wand fällt. Sie ist zwar eine Hausfrau, aber für solche Sachen braucht man doch bestimmt einen Hausmann. Der muss sich das nachher unbedingt mal ansehen.

Sonntag, 21. Dezember 2003
Heute hat Frauchens Bruder Geburtstag, da muss sie nachher mal hin und gratulieren. Ach ja, ich hab ganz vergessen zu erzählen, dass Frauchen jetzt Urlaub hat. Das heißt, sie muss morgens nicht so früh aufstehen und hat den ganzen Tag Zeit für mich. Zum Dienst muss sie erst wieder am 5. Januar.

Montag, 22. Dezember 2003
Frauchen ist heut morgen doch schon wieder früh weg, sie musste in die Stadt. Weil bald Weihnachten ist, muss sie viel einkaufen, vor allem Sheba und Whiskas. An diesen Weihnachten sind nämlich die Geschäfte geschlossen, denn alle Leute sind zu Hause, schlafen länger, kochen wie die Weltmeister, tauschen Geschenke aus, laden Freunde ein und treffen sich mit ihrer Familie. Meine Familie wohnt ja hier bei mir, ich kann also zu Hause bleiben und muss nirgends hin.

Dienstag, 23. Dezember 2003
Heute war es besonders lustig hier, denn wir hatten Besuch. Die beiden Nichten von Frauchen, also die Töchter ihres Bruders, waren den ganzen Nachmittag bei uns. Zuerst haben die drei in der Küche am Tisch gesessen und haben gespielt. Mensch ärgere Dich nicht, so heißt das glaub ich. Sie haben ein viereckigen Ding auf den Tisch geworfen und irgendwelche Zahlen genannt. Viel mehr Spaß hat es gemacht, wenn dieses Teil auf den Boden gefallen ist. Dann haben sie kleine Männlein hin und her geschoben. Frauchen hatte aber bald keine Lust mehr, diese Dinger zu bewegen, denn sie hat laufend verloren.
Dann sind sie mit mir ins Wohnzimmer und haben sich auf die beiden Sofas gelegt. Sie haben sie zugedeckt und ganz viele Beutel Nüsse gegessen. Ich weiß ja nicht, ob so was schmeckt. Frauchen hat ein dickes Buch geholt und daraus vorgelesen. Märchen nennt man das. Sie erzählte von einer Frau Holle, einem Aschenputtel, Schneewittchen und anderen Leuten. Die hab ich aber alle nicht gekannt. Sina und Denise, unsere Besucher, haben dann auch mal was von einem Forschkönig vorgelesen. Als es schon ziemlich spät war, hat Frauchens Bruder die Beiden wieder abgeholt.

Montag, 29.. Dezember 2003
Diese Weihnachten sind jetzt schon wieder vorbei. Dieses Fest hat mir gefallen, weil Frauchen und Matthias viel Zeit für mich hatten. Mir sind da ganz komische Sachen passiert. Ich fühlte mich irgendwie seit diesem Weihnachten komisch. Ich musste mir ständig meine Füße putzen und mich auf dem Boden hin und her rollen. Mir war ganz seltsam. Ich hab gurrende Laute von mir gegeben, es hat allerdings nicht so geklungen, als ob ich miaue. Es war eher so ein Schreien, wie Babys es tun. Sobald Frauchen mich streichelte, hab ich men Hinterteil hochgehoben und bin auf dem Boden rumgekrochen. Und dann ist mir auch noch ein Malheur passiert. Ich wollte grade nachsehen, was die Pflanze Ficus in ihrem Topf so macht. Und als ich in den Topf gesprungen bin, musste ich pieseln. Ich konnte ganz einfach nicht einhalten. Man, war mir das peinlich. Ich benutze doch sonst selbstverständlich meinen Katzenklo, aber bis dahin hab ich es nicht mehr geschafft. Frauchen hat gar nichts dazu gesagt. Aber das war ja noch nicht alles! Mir ist das auch im Bett passiert und als ich in der Küche auf der Spüle gesessen habe. Oh, wie unangenehm! Ich hab mich geschämt. Frauchen allerdings war ganz cool, sie hat mir erklärt, was mit mir los ist. Ich würde jetzt erwachsen und sei rollig. Ein ulkiger Name, rollig. Ich hab nicht so genau hingehört, was sie alles so erklärte, dann ich hatte mit mir genug zu tun, ich musste aufpassen, dass ich nicht wieder irgendwo hin pieselte, wo man es nicht machte. Schlafen konnte ich nachts auch nicht mehr, ich bin immer wieder aufs Bett gesprungen, drüber gerannt, runtergesprungen und wieder hoch gehüpft. Dann bin ich auch über das Kopfende stolziert, manchmal auch runtergefallen. Immer so in die Nähe von Matthias Kopf. Der wurde selbstverständlich jedes Mal wach und sagte, er würde seinen Motorradhelm mitbringen. Es sei ja recht gefährlich im Bett. Ich hoffe, ich fühle mich bald wieder besser.

Freitag, 2. Januar 2004
Jetzt haben wir ein neues Jahr, was immer es bedeuten mag. An Silvester, dem letzten Tag im Jahr 2003, gingen Frauchen und Matthias weg zu einer Feier. Frauchen hatte ein schlechtes Gewissen und wollte mich eigentlich nicht alleine lassen. Denn in dieser letzten Nacht des Jahres schießen Menschen um Mitternacht Raketen in den Himmel und lassen Böller krachen. Frauchen wusste ja nicht, ob ich mich vor diesem Krach fürchten würde und deswegen wäre sie ganz gerne zu Hause geblieben. Als sie nachts wieder nach Hause kamen, hab ich ihr aber sofort gezeigt, dass es mir gut geht. Ihre Angst war unbegründet, denn wo wir wohnen, wurden keine Raketen in den Himmel geschickt.

Montag, 5. Januar 2004
Heute war Frauchens erster Arbeitstag nach den zwei Wochen zu Hause. Ich hab mich gelangweilt! Mir ist dann eingefallen, dass ich schon lange nicht mehr an der Tapete gekratzt hatte. Also hab ich's getan. An einer Ecke hing ja schon ein Kratzbrett. Da hab ich es nicht versucht. Aber es gibt ja noch andere. Man, das hat gekrümelt, als ich meine Krallen in die Tapete gehauen habe! Frauchen war abends nicht so erfreut, hat immer nur vor sich hin gebrummelt.

Dienstag, 6. Januar 2004
Heute kam sie doch tatsächlich mit dem nächsten Kratzbrett für den Flur nach Hause. Langsam sieht's so richtig urig aus im Flur. Da hängen Sachen an der Wand, die da glaub ich eigentlich gar nicht hingehören. Ich fühl mich langsam wieder besser, bin bestimmt nicht mehr lange rollig.

Freitag, 9. Januar 2004
Ich bin wieder gesund!

Montag, 12. Januar 2004
Ich bin schon wieder krank! Frauchen wollte es zwar nicht glauben, aber es stimmt. Frauchen muss jetzt ganz viel mit mir schmusen, noch mehr, als sie es sowieso schon tut. Ich brauch das jetzt. Ganz viele Streicheleinheiten. Gern lieg ich auf dem Küchentisch und lasse mich streichen. Noch viel schöner ist es, wenn Frauchen mich auf den Arm nimmt. Dann versuche ich, am Hals in den Pullover zu krabbeln. Es klappt zwar nicht, ist aber einen Versuch wert. Oft springe ich auch auf Frauchens Rücken. Wenn sie am kochen ist oder so. Sie erschrickt zwar, schimpft aber nicht mit mir. Ich leg mich über ihre Schulter und drücke meinen Kopf ganz fest an ihren. So lange, bis ihr der Rücken weh tut und sie nicht mehr stehen kann. Dann muss ich leider runter. Fünf Minuten später probiere ich es aber wieder, und sie hat nichts dagegen.

Donnerstag, 15. Januar 2004
Heute ist mir schon wieder was Schreckliches passiert. Als Frauchen nicht da war, bin ich in der Küche auf die Anrichte gesprungen und von da auf die Mikrowelle. Pech war, dass auf der Mikrowelle etwas drauf stand. Frauchen nennt es Jenaer Glasschüssel. Diese Schüssel hab ich mit dem Deckel runtergeworfen. Natürlich nicht absichtlich, es ist einfach so passiert. Es hat einen Mordslärm gemacht, als sie Schüssel auf die Fliesen krachte.
Frauchen kam nach hause und hat einen großen Schreck bekommen. Die ganze Küche war übersät mit Glassplittern und Glasteilen. Sie hat den Besen geholt, alles zusammengekehrt und dann Staub gesaugt. Und wieder Staub gesaugt und noch mal Staub gesaugt. Sie hatte Angst, ich hätte mich verletzt. Aber mir ist zum Glück nichts passiert. Als die Küche dann wieder einigermaßen frei von Glas war, hat sie mich in den Transportkorb gepackt und ab ging's zum Tierarzt. Meine zweite Impfung war nämlich fällig. Es hat mir genau so wenig ausgemacht wie beim ersten Mal. Da wir nicht warten mussten, waren wir nach ein paar Minuten wieder zu Hause. Und was hat Frauchen gemacht? Sie hat schon wieder den Staubsauger geholt, und hat gesaugt, gesaugt und noch mal gesaugt. Abends war die Küche aber dann wirklich wieder ok.

Freitag, 16. Januar 2004
Ich glaube, ich bin krank. Sehr krank. Es muss irgendetwas Ansteckendes sein, denn Frauchen läuft weg vor mir. Sie ist ständig auf der Flucht, aber ich krieg sie immer! Wenn sie so zum Beispiel am Herd steht, dann spring ich ihr schnell mal auf den Rücken. Vom Fußboden aus, natürlich. Ich leg mich über eine Schulter und kralle mich schön fest, damit ich auch nicht runterfalle. Ich schnurre ihr ins Ohr und rutsche auf ihrem Rücken hin und her. Wenn sie es nicht mehr aushält, versucht sie, mich runterzuheben. Aber das geht ja nicht, denn meine Krallen stecken ja in ihrem Pullover. Irgendwann schafft sie es dann aber trotzdem. Sie geht komischer Weise immer rückwärts, so dass sie mich sehen kann. Vielleicht tut es ihr nicht ganz so weh, wenn ich hochspringe und sie mich dabei sieht. Manchmal vergisst sie aber, rückwärts zu gehen und dann schreit sie, wenn ich auf ihr lande. Manchmal allerdings hangele ich mich auch an ihr hoch, puh, ihre Beine sehen vielleicht aus! Sie scheint irgendwo in eine Brombeerhecke gefallen zu sein, sie hat überall rote Striemen und Kratzer. Armes Frauchen.

Samstag, 17. Januar 2004
Heute morgen haben wir ein bisschen länger geschlafen und haben dann gemeinsam gefrühstückt. Als Matthias und Frauchen am Küchentisch saßen dachte ich, ich könnte auch mal auf Matthias springen. Der ist vielleicht eifersüchtig, wenn ich das immer nur mit Frauchen mache. Also bin ich hochgesprungen und auf seiner Brust gelandet. Er hatte ein Hemd an und da konnte ich mich nicht so gut festhalten. Also musste ich die Krallen noch mehr ausfahren und hab mich in seine Brustwarzen eingeklinkt. Das hat ihm nicht gefallen, denn er brüllte ganz laut. Er hat mich runtergehoben, ist aufgestanden und hat seine Lederjacke angezogen. Das hat lustig ausgesehen. Eine Jogginghose und dann eine dicke Jacke drüber, und das am Frühstückstisch. Er sagte, er müsse sich schützen! Ich weiß aber nicht, vor wem oder was er sich schützen musste.

Sonntag, 18. Januar 2004
Wenn ich doch nur wüsste, was mit mir los ist. Ich fühle mich ganz mies, hoffentlich wird das irgendwann mal wieder anders. Ständig muss ich mich auf dem Boden rumwälzen, meine Füße putzen und auch am Ende meines Rückens muss ich mich andauernd sauber machen. Und natürlich Frauchen anspringen. Die ist schon ganz verzweifelt und würde am liebsten den ganzen Tag nur sitzen. Wenn sie sitzt, setz ich mich einfach neben sie und sie streichelt mich. Und wenn sie geht oder steht, dann muss ich auch in ihrer Nähe sein. Also bleibt mir ja gar nichts anderes übrig, als hochzuklettern oder hoch zu springen. Wenn ich in ihrer Nähe bin, geht's mir auch gleich besser. Ob ich wieder gesund werde?

Dienstag, 20 Januar 2004
Mir geht's wieder besser, ich bin schon fast wieder die Alte! Als Frauchen vom Dienst nach Hause kam, hat sie mich wieder in den Korb gepackt. Und los ging unsere Reise. Dieses Mal hat die Autofahrt aber länger gedauert und ich war ganz gespannt, wo wir denn hinfahren. Meine Spannung hat gleich nachgelassen, als wir in Nassau in ein Haus gingen. Da hab ich schon geahnt, wo wir waren. Bei einem Tierarzt! Ich hab's nämlich gleich gerochen. Die Gerüche waren ganz anders als bei Frauchen oder bei Mama in der Wohnung. Hier roch es irgendwie nach Desinfektionsmittel, auf alle Fälle nicht gut. Dieser Tierarzt hat mich abgehört und gesagt, ich sei gesund. Dann hat Frauchen einen Termin gemacht für nächsten Dienstag. Dann werde ich operiert. Ich weiß nicht, was das ist. Frauchen wird aber wissen, was sie tut, denn sie will ja nur mein Bestes.
Dann spiele ich seit längerem ein schönes Spiel mit Frauchen. Wenn sie nach hause kommt, dann schmust sie ja ganz lange mit mir. Erst in der Küche und dann im Schlafzimmer auf dem Bett. Sie zeiht dann ihre Anziehsachen aus, und zieht ihren Jogginganzug an. Und dann geht's los! Ich werfe mich im Schlafzimmer vor den Kleiderschrank und Frauchen weiß sofort, was los ist. Sie holt dann die rote Taschenlampe und einen langen Bambusstab. Sie legt sich auf die Erde und leuchtet mit der Lampe unter den Schrank. Denn dort liegt dann irgendwo meine zerfetzte graue Fellmaus. Die sieht gar nicht mehr gut aus, aber ich lieb sie heiß und innig. Sie hat ihren Schwanz verloren und auch vom Fell ist nicht viel übrig geblieben.. Sie sieht so richtig gebraucht aus, aber ich find sie toll. Na ja, Frauchen stochert dann mit dem Bambusstab unter dem Schrank herum so lange, bis meine Fellmaus wieder ans Tageslicht kommt. Frauchen steht auf und ich spiel mit der Maus. Ich schubse sie dann gleich wieder unter den Schrank. Und Frauchen muss sie wieder holten. So geht das immer wieder. Mir macht das viel Spaß, aber Frauchen verliert ziemlich schnell die Lust. Manchmal geht auch einfach die Lampe aus, die muss dann erst an der Steckdose schlafen, bevor sie wieder leuchten kann.

Donnerstag, 22. Januar 2004
Heute morgen habe ich Frauchen und Matthias einen großen Schrecken eingejagt. Die beiden öffnen morgens, wenn sie frühstücken, immer die Balkontüren vom Wohn- und Schlafzimmer. Man muss ja lüften! Die Zimmertüren machen sie zu, damit ich nicht rauslaufe auf einen der beiden Balkone. Heute morgen ist aber irgendwie die Wohnzimmer aufgegangen, oder vielleicht war sie auch gar nicht richtig zu. Als die beiden in der Küche saßen, dachte ich, ich müsste doch mal nachschauen, warum morgens immer die Türen geschlossen werden. Ich bin dann ins Wohnzimmer und hab sofort festgestellt, dass die Balkontür auf war. Ich bin dann raus auf den Balkon und hab mächtig gefroren, es war nämlich –4° C kalt. Ich war tapfer und bin draußen geblieben, denn ich wollte mich doch mal umschauen. Zwischen unserem Balkon und dem des Nachbarn gibt es eine Glasabtrennung. Und zwischen diesem Nachbarn und dem Nächsten gibt es noch eine. Ich bin mal unten drunter durchgekrabbelt und hab geguckt, was nebenan auf dem Balkon so los ist. Da war aber nichts, die Balkontür war geschlossen und die Vorhänge zugezogen. So konnte ich noch nicht mal reinsehen. Dann bin ich weiter auf den nächsten Balkon. Dort war es ähnlich. Keine Pflanzen, keine Möbel, gar nichts. Und zu sehen gab es auch nichts. In der Zwischenzeit hatten Frauchen und Matthias mich vermisst. Sie dachten, ich sei nach draußen gerannt und durch das Balkongeländer runter in den Hof gefallen. Aber ich bin ja nicht dumm und will mich auch nicht umbringen. Ich bin halt eben nur neugierig. Frauchen hat sich über das Geländer gebeugt und nach unten geschaut, aber sie konnte nichts sehen, denn es war ja noch dunkel. Dann hat sie rüber auf Nachbars Balkon geguckt und mich natürlich auch nicht gesehen, denn ich war ja viel weiter weg. Sie hat ganz verzweifelt meinen Namen gerufen und da bin ich natürlich sofort unter den Abtrennungen durch wieder nach hause gerannt. Mann, die beiden waren vielleicht glücklich mich zu sehen! Jetzt müssen sie sich was einfallen lassen, denn ich will dort bestimmt noch öfter spazieren gehen. Ich würde ja auch niemand stören, aber Frauchen wird es nicht gefallen.

Mittwoch, 29. Januar 2004
Gestern war vielleicht ein Tag. Den kann man gar nicht beschreiben. Frauchen hat mich morgens in meinen Korb gesetzt und wir fuhren nach Nassau. Wohin? Zum Tierarzt! Sie hat mich dort einfach abgegeben und ist weggegangen, zwar mit Tränen in den Augen, aber sie hat mich allein gelassen. Dort, wo es so komisch riecht. Was so tagsüber passiert ist, daran kann ich mich nicht erinnern. Ist auch wahrscheinlich besser so. Nachmittags, so kurz nach 16 Uhr, hat Frauchen mich wieder geholt und nach Hause gebracht. Mann, war mir schlecht. Und laufen konnte ich auch nicht! Ich torkelte aus dem Transportkorb, der gar nicht uns gehört. So ein seltsames Teil aus Plastik. Meinen Weidenkorb durften wir für die Rückfahrt nicht benutzen, das sei zu gefährlich, sagten die in Nassau. na ja, ich torkelte raus und wusste gar nicht, wo ich war. Ich konnte gar nicht richtig gucken und meine Beine gehorchten mir nicht mehr! Oh je, jetzt war ich ja noch kränker als vorher, als ich rollig war. Na ja, ich wusste gar nicht, wohin ich sollte. Hab probiert, auf eine Fensterbank zu springen, aber ich wusste nicht, wie ich das machen sollte. Und Frauchen war vielleicht aufgeregt. Ich dürfe nicht hochspringen, hat sie gesagt, verstanden hab ich es nicht. Ich bin dann irgendwann doch auf die Fensterbank und sie hatte Angst, ich würde runterfallen. Also hat sie vor dem Heizkörper gekniet, um mich eventuell aufzufangen. Dann bin ich aber über das Sofa wieder runter auf den Boden, es war mir selbst alles nicht geheuer, Frauchen hat eine Wolldecke auf den Boden neben die Heizung gelegt und dort haben wir dann ein paar Minuten geschnörchelt. Irgendwann hab ich mich hinter das Sofa verzogen, ich wollte nur meine Ruhe. Was war mit mir geschehen? Ich weiß es nicht. Dort lag ich dann über eine Stunde. Abends bin ich auf Frauchen geklettert, die saß auf dem Sofa. Ich lag auf ihren Beinen und mir war kalt. Sie hat einen Fleece-Schal über mich gelegt, da wurde es schön kuschelig warm. Essen konnte ich nicht, trinken konnte ich nicht. Und aufs Katzenklo musste ich auch nicht. Irgendwann war es zeit, schlafen zu gehen. Ich bin dann mit Frauchen und Matthias mitgetorkelt und hab bei Frauchen auf dem Kopfkissen geschlafen. Sie hat mich wieder zugedeckt und mich gestreichelt.
Als ich heute morgen wach geworden bin, ging es mir schon ein wenig besser. Ich konnte aufs Klo, und auch ein bisschen frühstücken. Mit dem Laufen ging es auch wieder ganz gut. Aber mir tut alles weh! Mein Bauch schmerzt, meine Zähne tun weh und auch meine Öhrchen fühlen sich anders an als sonst. Frauchen hat mir in aller Ruhe erklärt, was gestern passiert ist. Ich wurde kastriert und deswegen wurde mein Bauch aufgeschnitten und Teile wurden herausgeholt. Dann wurde ich wieder zugenäht. Da ich ja sowieso Vollnarkose hatte, wurden auch meine Zähne nachgesehen. Die sind zwar noch ganz neu, aber an einigen war Zahnstein, der wurde entfernt. Und dann hat man mir auch noch meine Ohren tätowiert mit einer Nummer. Sollte ich mal verloren gehen, dann weiß man anhand der Nummer, wo ich hingehöre. So eine Operation ist schrecklich. Die Operation ja eigentlich nicht, denn davon hab ich ja nichts mitbekommen. Aber das Hinterher! Heute fühle ich mich zwar schon ein bisschen besser, aber ich bin noch nicht die Alte. Das Springen tut weh im Bauch und ich bin ständig müde. Hoffentlich wird das noch mal besser. Frauchen hatte heute extra noch einen Tag Urlaub genommen, damit ich nicht alleine bin, falls es mir ganz schlecht geht. Morgen muss sie allerdings wieder arbeiten.