Die Fachbacher Katzen von Beate Schrader
Miss Murphy
Indiana Jones
1998 bin ich nach Fachbach gezogen und hatte ziemlich schnell raus, das meine alte Nachbarin eine Horde von bis zu 15 Katzen füttert. Das Futter besorgte sie mit dem Fahrrad im Dorfladen und ich habe mich angeboten, das Ganze Palettenweise aus dem Globus mitzubringen. Die Katzen waren alle schon durch eine Fangaktion von den Tierfreunden (Frau Pammer) kastriert. Alle "Neuankömmlinge" habe ich entweder kastriert und wieder hingebracht oder die Zahmen Exemplare im "Blättchen" als Gefunden ausschreiben lassen und dann evtl. ins Tierheim gefahren. 2003 musste meine Nachbarin dann ins Krankenhaus - für 2 Wochen. Nachdem alle Gefragten den Fütterjob ablehnten, stand nur noch ich auf der Liste. Natürlich hatte ich auch nicht viel Lust, morgens vor dem Büro noch die übrigen 5 Katzen auf dem Dorfplatz zu füttern (auch am Wochenende um 08.00 Uhr) - aber für 2 Wochen?? Klar!! Aus den 2 Wochen wurden dann 6 Wochen. Inzwischen ist meine Nachbarin definitiv nicht mehr in der Lage zum Dorfplatz zu gehen. Damit stehe ich also seit 11/2003 täglich eine halbe Stunde mit meinem Futterkorb da. Ich habe Zettel im Dorf und in den Geschäften verteilt (siehe Anlage), niemand hat sich gemeldet. Für "Miss Murphy" hatte ich auch eine Interessentin, die ist aber wieder abgesprungen, als sie hörte, wie alt die Katze schon ist.

Nun zu den Miezen: es sind nur noch vier (der 5te Kater kommt nur noch sehr sporadisch, wenn überhaupt).

"Miss Murphy" ist mindestens 8 Jahre alt, schwarz/weiß, verspielt und nach kurzer Zeit anfassbar und zutraulich (hochnehmen ist allerdings NICHT), wenn sie genug hat hackt sie allerdings sofort nach der Hand. Sie lebt von Anfang an auf dem Dorfplatz und ist die absolute Chefin dort. Vor allem die Mädels haben unter ihr zu leiden (allen voran "Flöckchen").
"Frl. Smilla" scheint mir deutlich im 2stelligen Bereich - sie ist mein kleiner Methusalix, klein, dünn und grau/weiß. SEHR scheu - sie streicht mir um die Beine und im besten Fall kann ich ihr kurz über den Rücken streichen. Hatte wohl schon ein paar Würfe Junge bevor sie eingefangen wurde und lebte wohl auch immer nur draußen. Rennt sofort weg, wenn ein Spaziergänger auftaucht??..
"Flöckchen" ist die identische, nur jüngere Ausgabe (aber auch schon ca. 7/8 Jahre) von "Frl. Smilla". War zwischenzeitlich fast 1 Jahr weg, kommt aber seit Winterbeginn wieder täglich zum füttern. Absolut UNANFASSBAR!! Nach nun fast einem halben Jahr schubst sie ab und zu mal mit dem Kopf meinen Arm an - da darf ich mich dann aber nicht bewegen!!! Rennt bei jedem lauten Geräusch sofort weg. Von ihr habe ich leider kein Foto.
"Indiana Jones" - der einzigste Mann unter der Truppe, ist ein (immer noch unkastrierter) Kater, kräftig, grau/getigert, scheint mir nicht älter als 5/6 Jahre. Kam vor ca. 3 Jahren neu dazu, mit Halsband um, war aber extrem scheu und meine Nachbarin hat auch nichts erzählt, so das ich mich damals nicht kümmern konnte. Hat Wochen gedauert, bis ich ihn anfassen konnte, entpuppte sich aber dann als absoluter Schmusebär (Hochnehmen ist aber auch hier nicht). Letztes Jahr versuchte ich ihn zum kastrieren einzufangen - er hat mir die Unterarme komplett zerlegt und war dann Tage lang überhaupt nicht zu sehen, danach wieder wochenlang nicht anfassbar??. Er hat auch ganz sicher noch eine "Abendfütterstelle" weiter oben im Dorf, die junge Frau kennt ihn (da heißt er "Hugo").

Soviel also zu den Miezen. Ich weiß nicht, ob die wirklich zu vermitteln wären. Wenn überhaupt dann nur "Jones" und "Murphy", wobei die meisten davon abraten (zu alt, zu wild??.). Ich weiß es wirklich nicht. Wahrscheinlich würde ich mir ewig Vorwürfe machen, wenn die Vermittlung scheitert und die Viecher dann irgendwo rumstreunen??